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Meine Bloggerkollegen zeigen uns ihre Lieblingsorte

Auf meinem Blog ging es bisher um viele schöne Ecken, aber eine Region war auf meiner Landkarte bisher ein weißer Fleck: das Saarland. Höchste Zeit, das zu ändern! Da mein letzter Besuch dort ziemlich genau 30 Jahre her ist, habe ich mir heute Unterstützung geholt und bei meinen Bloggerkollegen nachgefragt, welche ihre Lieblingsorte im Saarland sind.

Entstanden ist eine kleine aber feine Liste, die auch mir wahnsinnig Lust macht, sofort die Koffer zu packen. Von spektakulären Naturpanoramen über geschichtsträchtige Ecken bis hin zu UNESCO-Weltkulturerbe.

Macht Euch bereit und lasst uns gemeinsam entdecken, was das Saarland zu bieten hat!

Was macht das Saarland eigentlich so besonders?

Wer an das Saarland denkt, hat oft noch alte Bilder von Schwerindustrie im Kopf – doch das täuscht gewaltig. Das kleinste Flächenland Deutschlands hat sich längst zu einem echten Paradies für Outdoor-Fans, Kulturliebhaber und Genießer gewandelt. Geografisch im Dreiländereck zu Frankreich und Luxemburg gelegen, spürt man hier an jeder Ecke das berühmte Savoir-vivre – die Kunst, das Leben zu genießen.

Landschaftlich besticht die Region durch dichte Wälder, sanfte Weinberge an der Mosel und natürlich spektakuläre Flusslandschaften. Ob Premium-Wanderwege, faszinierende Industriekultur wie das UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte oder die legendäre saarländische Küche (“Hauptsach’ gudd gess!”): Das Saarland beweist eindrucksvoll, dass man keine riesige Fläche braucht, um ganz große Reiseerlebnisse zu bieten.

Der Bostalsee (Die Strandfamilie)

Am Bostalsee gibt es richtig viele Möglichkeiten, einen Urlaubstag zu verbringen. Neben den Klassikern wie Baden und Spazierengehen führen ein eigener Radweg und ein Rundweg um den See. Dazu kommen ein Tretbootverleih, eine Windsurfschule und sogar Tauchspots wie ein versunkenes Schiff. Der See im Naturpark Saar-Hunsrück ist damit viel mehr als nur ein Badesee zum Entspannen.

Einmal um den See führt der 6,8 Kilometer lange Bostalsee-Rundweg. Auf der Strecke kommt man an vielen Freizeitangeboten vorbei. Da es keine nennenswerten Steigungen gibt und der Weg größtenteils im Schatten liegt, ist die Runde auch im Sommer gut machbar. Durch die dichte Begrünung gibt es allerdings nur auf wenigen Abschnitten einen freien Blick auf den Stausee.

Unterwegs liegen mehrere Spielplätze, ein toller Wasserspielplatz und die beiden kostenpflichtigen Strandbäder mit Sandstrand. Im Strandbad Bosen führt außerdem eine lange Rutsche direkt in den See und es gibt ausreichend schattige Plätze. Das Strandbad Gonnesweiler liegt gegenüber auf der anderen Seite des Sees und ist an den Center Parcs angeschlossen.

Der Rundweg führt schon direkt durch den Center Parcs mit dem Erlebnisbad Aqua Mundo, welches auch durch Nicht-Gäste gebucht werden kann und somit eine gute Schlechtwetter-Alternative ist.

Trotz der vielen Angebote für Kinder ist der Bostalsee kein reines Familienziel. Mit der Seezeitlodge liegt ein Spa-Hotel direkt am Wasser. Autarke Camper können kostenpflichtig auf ausgewiesenen Parkplätzen am See übernachten.

Unser Fazit zum Bostalsee: ein tolles Ausflugs- und Urlaubsziel für alle, die Zeit an einem Badesee im Saarland verbringen möchten – entspannt mit dem Handtuch am Sandstrand oder mit etwas mehr Action. 

👉 Den vollständigen Reisebericht zu unserem Kurzurlaub am Bostalsee mit dem Van gibt es auf dem strandfamilie-Reiseblog
👉 Die Strandfamilie berichtet Euch übrigens auch darüber, wie Ihr die Saarschleife mit Kindern entdecken könnt

Über den strandfamilie-Reiseblog: Jenni berichtet von selbst geplanten Reisen durch Deutschland mit dem Van, Zug- und Flugreisen durch Europa und die Welt und am allerliebsten mit dem Camper durch die USA. Früher mit der ganzen Familie auf einer mehr als 3-jährigen Weltreise, mittlerweile meist ohne die inzwischen jugendlichen Kinder.

Ein rundes Betonbauwerk schwimmt auf einem See mit ruhigem Wasser und bildet damit einen der wahren „Lieblingsorte“ des Saarlands für jeden Entdecker. Im Hintergrund sind Bäume, ein Haus in der Ferne und ein Segelboot zu sehen, das unter einem teilweise bewölkten Himmel dahingleitet.Ein rundes Betonbauwerk schwimmt auf einem See mit ruhigem Wasser und bildet damit einen der wahren „Lieblingsorte“ des Saarlands für jeden Entdecker. Im Hintergrund sind Bäume, ein Haus in der Ferne und ein Segelboot zu sehen, das unter einem teilweise bewölkten Himmel dahingleitet.

© strandfamilie-Reiseblog

Die Völklinger Hütte (Ferngeweht)

Die Völklinger Hütte im Saarland ist eines der bedeutendsten Industriedenkmäler Europas, seit 1994 zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe. Das weltweit einzige vollständig erhaltene Eisenwerk gilt als herausragendes Beispiel für die Eisen- und Stahlproduktion des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute ist die Völklinger Hütte ein Museum, Kultur- und Ausstellungszentrum.

Du kannst die original erhaltenen Produktionsanlagen – darunter Hochöfen, Gebläsehalle, Möllerhalle, Erzhalle und Kokerei – besichtigen und einen umfassenden Einblick in die Geschichte der Eisen- und Stahlindustrie gewinnen. Ein großer Teil der Ausstellung widmet sich den Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten: die harte körperliche Arbeit, die Gefahren im Hüttenbetrieb sowie der Einsatz von Zwangsarbeitern während des Ersten und Zweiten Weltkriegs.

Für mich ist das Industriedenkmal vor allem auch ein toller Ort fürs Fotografieren – es finden sich unzählige Motive in den Gebäuden.

👉 Mehr Tipps zur Völklinger Hütte und zum Fotografieren vor Ort findest Du auf Ferngeweht
👉 Oder entdecke 5 der besten Sehenswürdigkeiten im Saarland

Sabine schreibt auf Ferngeweht über ihre Reisen in alle Welt. Sie reist vor allem in die Natur – aber wenn so etwas Fotogenes wie die Völklinger Hütte auf dem Weg liegt, nimmt sie es gern mit.

An einem Metallrohr sind vier industrielle Manometer angebracht, die unterschiedliche Messwerte anzeigen. Der Hintergrund bildet eine dunkle, abgenutzte Metalloberfläche, und die Manometer haben weiße Zifferblätter mit schwarzen und roten Markierungen – ein Bild, das die robuste Ästhetik einfängt, die viele „Saarland-Lieblingsorte“ in den Fotos lokaler Blogger auszeichnet.An einem Metallrohr sind vier industrielle Manometer angebracht, die unterschiedliche Messwerte anzeigen. Der Hintergrund bildet eine dunkle, abgenutzte Metalloberfläche, und die Manometer haben weiße Zifferblätter mit schwarzen und roten Markierungen – ein Bild, das die robuste Ästhetik einfängt, die viele „Saarland-Lieblingsorte“ in den Fotos lokaler Blogger auszeichnet.

© Ferngeweht

Der Keltische Ringwall Otzenhausen (Nicolos Reiseblog)

Als ich das erste Mal vor dieser über zweitausend Jahre alten Mauer stand, blieb mir schlicht die Luft weg. Hier wurde kein schnöder Beton gegossen, sondern abertausende Kubikmeter purer, roher Quarzit Stein für Stein mit bloßen Händen aufgeschichtet.

Der „Hunnenring“ am Hang des Dollbergs ist eine der gewaltigsten keltischen Befestigungsanlagen Europas. Ursprünglich ragte dieses Ungetüm über 20 Meter in die Höhe. Heute wälzt sich der Wall als gigantisches, moosüberzogenes Steinfeld quer durch den Wald.

Der keltische Stamm der Treverer zog im 1. Jahrhundert vor Christus diese massive Festung hoch. Ein kompromissloses Machtsymbol. Warum es heute ein loses Steinfeld ist? Die Römer kamen: Als Julius Cäsar Gallien überrannte, verlor die Anlage ihren strategischen Wert. Es gab wohl keine epische, blutige Endschlacht. Die Kelten zogen ab, und die Natur hat das Bauwerk geschluckt und unaufhaltsam in die Knie gezwungen.

Wenn Du heute über das monumentale Steinfeld wanderst, hörst Du nur das stete Knirschen der Steine unter Deinen Wanderschuhen und das tiefe Rauschen des Windes in den alten Buchenkronen. Du durchquerst eine vollkommene Naturidylle, die sich ihren Raum über Jahrtausende erbarmungslos zurückerobert hat.

Das Keltendorf am Nationalpark

Nach Deiner Wanderung im Hunsrück wartet am Fuß des Ringwalls noch der Keltenpark Otzenhausen auf Dich. Hier stehst Du mitten in einem authentisch rekonstruierten Keltendorf. Holzhäuser mit Schilfdächern, wuchtige Palisaden und Handwerksplätze, die Dir greifbar machen, wie die Treverer damals gelebt haben. Es ist die perfekte, handfeste Ergänzung zu dem wilden Steinfeld oben im Wald.

Der beste Moment:

Komm im frühen Morgengrauen zum Ringwall hinauf. Die mystische Stille, wenn der Nebel noch schwer in den Baumwipfeln hängt, sorgt für garantierte Gänsehaut.

👉 Hier fahrt Ihr alles über Nicolos Wanderung im Hundsrück und den Keltische Ringwall Otzenhausen
👉 Und auch in Saarbrücken war Nicolo unterwegs

Über mich: Nicolos Leidenschaft gilt dem Entdecken der entlegensten Winkel des Globus. Auf seinem Blog nicolos-reiseblog.de lädt er dich ein, an seinen Abenteuern teilzuhaben und die Vielfalt der Kulturen und atemberaubendsten Landschaften unserer Welt hautnah mitzuerleben.

Ein Blogger mit Rucksack steht auf einem großen Steinhaufen und blickt auf eine malerische, bewaldete Landschaft im Saarland mit fernen Hügeln und bewölktem Himmel – einer seiner Lieblingsorte.Ein Blogger mit Rucksack steht auf einem großen Steinhaufen und blickt auf eine malerische, bewaldete Landschaft im Saarland mit fernen Hügeln und bewölktem Himmel – einer seiner Lieblingsorte.

© Nicolos Reiseblog

Merzig: Die grüne Kreisstadt an der Saar (JourneyVersum)

Die kreisfreie Stadt Merzig im Saarland liegt direkt an der Bahnstrecke Trier-Saarbrücken und lädt mit ihrem Stadtpark inklusive Saline und der malerischen Altstadt mit Fußgängerzone zum Entdecken ein. Wer Lust auf etwas Kultur hat, sollte sich die Pfarrkirche St. Peter nicht entgehen lassen. Bekannt ist Merzig aber vor allem für den Wolfspark Werner Freund, in dem man bei freiem Eintritt verschiedene Wolfsarten wie Polarwölfe oder Timberwölfe beobachten kann – sofern sie sich denn mal blicken lassen.

Der Wolfspark ist Station der Saar-Hunsrück-Traumschleife „Wolfsweg“, auf der Wanderer einige Highlights entdecken können. Sehenswert ist in Merzig auch der kleine Tierpark am Blättelbornweiher, nur wenige Schritte vom Saarufer entfernt. Ein weiterer Zwischenstopp lohnt sich auf dem Kreuzberg: Von der Kreuzbergkapelle hat man einen gigantischen Ausblick über Merzig und das Saartal.

Merzig im Saarland ist das perfekte Ziel für alle, die sich gerne zwischen Stadtleben und Natur bewegen wollen.

👉 Alle Tipps und Infos zum Besuch in Merzig gibt‘s im Reiseblog JourneyVersum
👉 Oder entdeckt mit Anna-Lena auch die Stadt Mettlach

Über mich und meinen Blog: Die Bloggerin Anna-Lena Hees lebt an der wunderschönen Mosel und studiert aktuell Tourismusgeografie. Ihren Reiseblog JourneyVersum hat sie gegründet, um anderen Menschen zu zeigen, dass viele schöne Reiseziele direkt vor der eigenen Haustür liegen. JourneyVersum fokussiert sich neben einigen Klassikern vor allem auf weniger bekannte Orte in Deutschland und den Nachbarländern, wobei der Schwerpunkt auf Tagesausflügen im Großraum Trier liegt.

Ein am Hang gelegener Weinberg mit kahlen Rebstöcken überragt eine kleine saarländische Stadt mit dicht beieinander stehenden Häusern, umgeben von Bäumen und fernen Hügeln unter einem dunstigen Himmel.Ein am Hang gelegener Weinberg mit kahlen Rebstöcken überragt eine kleine saarländische Stadt mit dicht beieinander stehenden Häusern, umgeben von Bäumen und fernen Hügeln unter einem dunstigen Himmel.

© JourneyVersum

Fazit: Das Saarland wandert ganz nach oben auf meine Bucket List!

Wenn mir die Beiträge meiner Bloggerkollegen eines gezeigt haben, dann das: Das Saarland hat den Stempel „Geheimtipp“ mehr als verdient. Die Vielfalt, die die Kollegen hier zusammengetragen haben, hat mich absolut überrascht. Es ist genau diese Mischung aus wilder Natur, geschichtsträchtigen Orten und der tiefenentspannten, frankophilen Lebensart, die die Region so reizvoll macht.

Für mich steht fest: Der weiße Fleck auf meiner persönlichen Reiselandkarte wird nicht mehr lange existieren. Die Koffer sind im Kopf quasi schon gepackt, und ich weiß genau, welche Ecken ich als Erstes ansteuern werde.

Jetzt interessiert mich aber deine Meinung: Warst du schon mal im Saarland? Welcher Tipp hat dich am meisten angesprochen, oder hast du vielleicht selbst noch einen Tipp, den ich unbedingt kennen sollte? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

Eine verlassene Bergbauanlage mit rostigen Konstruktionen und Backsteingebäuden, die an das industrielle Erbe des Saarlandes erinnert, liegt unter einem teilweise bewölkten Himmel, umgeben von herbstlich gefärbten Bäumen.Eine verlassene Bergbauanlage mit rostigen Konstruktionen und Backsteingebäuden, die an das industrielle Erbe des Saarlandes erinnert, liegt unter einem teilweise bewölkten Himmel, umgeben von herbstlich gefärbten Bäumen.

© Depositphotos

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Kathleen

„Hallo, ich bin Kathleen – das Gesicht hinter Immer auf Reisen. Während andere in die Ferne schweifen, habe ich mein Herz an die verborgenen Schätze Deutschlands verloren. Als Expertin für Kleinstadtperlen, historische Fachwerk-Juwelen und kulturelle Roadtrips zeige ich euch, dass das wahre Abenteuer oft direkt vor der Haustür liegt.

EXTRA-TIPP:
Ihr plant eine Reise nach Japan oder in die USA? Dann schaut doch auch auf meinen anderen Blogs Verliebt in Japan und Verliebt in die USA vorbei

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