
Wer in Unterfranken einen Ausflug an einen richtigen See plant, kommt am Ellertshäuser See kaum vorbei. Mit 33 Hektar Wasserfläche ist er der größte Stausee der Region – und dabei von Wald umschlossen, ruhig gelegen und mit einem breiten Freizeitangebot ausgestattet.
Ob Familien mit Kindern, Wanderer, Wassersportler oder Ruhesuchende: Am Ellertshäuser See findet jede Gruppe ihren Platz. Dieser Beitrag fasst alles zusammen, was ihr für einen gelungenen Besuch wissen müsst – von der Anfahrt über den Rundweg bis zu Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten.
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Geschichte: Ein See, der nie das Feld bewässerte
Dort, wo sich heute das Wasser des Ellertshäuser Sees spiegelt, lag einst das Dorf Ellertshausen – eine sogenannte Wüstung, die wahrscheinlich um das Jahr 1000 von Mönchen des Klosters Neustadt am Main urbar gemacht wurde. Unter den Grafen von Henneberg-Aschach wechselte das Gebiet im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer, bevor es ab 1593 verwaltungsmäßig zu Stadtlauringen gehörte. Spätestens 1480 galt Ellertshausen bereits als verlassen
Der eigentliche See entstand im Rahmen der Flurbereinigung der 1950er-Jahre: Ein Wasser- und Bodenverband sollte als Betreiber- und Nutzergemeinschaft einen Wasserspeicher anlegen, der die Felder der umliegenden Gemeinden bewässern sollte – die Region gehört zu der trockenen fränkischen Trockenplatte. Der Bau begann 1955, geflutet wurde der See von 1957 bis zum Frühjahr 1958. Doch zur ursprünglich geplanten Nutzung, der Beregnung der Felder, kam es niemals. Die Kosten für den Aufbau und Betrieb der Beregnungsanlagen erwiesen sich als schlicht zu hoch. 1970 kaufte der Freistaat Bayern den See und wandelte ihn in das Naherholungsgebiet um, das er heute ist.

Der imposante Erddamm am Südende des Sees ist 25 Meter hoch und rund 270 Meter lang. Er besitzt eine innenliegende schräge Kerndichtung und fasst ein Volumen von rund 100.000 Kubikmetern. 1983 und noch einmal 2022 wurde der See für umfangreiche Sanierungsarbeiten vollständig abgelassen. Nach der Errichtung einer neuen Grundsperre im Jahr 2022 muss der Stausee bei zukünftigen Renovierungsarbeiten jedoch nicht mehr komplett geleert werden. Am 22. September 2022 wurde der Abfluss wieder verschlossen; im Frühjahr 2024 war der See vollständig gefüllt und im Sommer 2024 wieder offiziell zum Baden freigegeben.
Ein kleines historisches Detail am Rande: Der See ist auch unter dem heute kaum noch gebräuchlichen Namen Fuchsstädter See bekannt – benannt nach dem nahe gelegenen Ort Fuchsstadt.

Anfahrt und Parken
Der Ellertshäuser See liegt im Markt Stadtlauringen im Landkreis Schweinfurt, zwischen den Ortschaften Ebertshausen und Fuchsstadt, auf dem Gemeindegebiet des Ortsteils Altenmünster. Wer mit dem Auto anreist, hat gleich zwei bequeme Autobahnoptionen: Der See ist sowohl über die A70 als auch über die A71 gut erreichbar. An beiden Autobahnen weisen offizielle touristische Unterrichtungstafeln auf das Ziel hin – man kann also kaum daran vorbeifahren, ohne es zu bemerken. Die Abfahrt Rannungen an der A71 ist dabei ein häufig genutzter Zubringer für alle, die aus südlicher oder westlicher Richtung kommen.
Für Tagesbesucher stehen mehrere Parkplätze zur Verfügung. Die beiden Hauptparkplätze (P1 und P3) befinden sich unmittelbar am Nordufer des Sees, in der Nähe von Restaurant und Kiosk. Ein weiterer, etwas ruhigerer Parkplatz liegt am Waldrand; von dort ist es ein kurzer Fußmarsch zum Ufer. Wohnmobilstellplatz P2 ist ausschließlich für Wohnmobile reserviert – wer dort als PKW-Fahrer widerrechtlich parkt, muss mit einer Verwarnungsgebühr rechnen.
Öffentliche Verkehrsmittel spielen in dieser ländlichen Region eine untergeordnete Rolle. Die Anreise mit dem PKW oder dem Fahrrad ist deutlich praktischer.
Hinweis: Nicht auf Wiesen und Grünflächen parken, die nicht als Parkplätze gekennzeichnet sind. Es gibt ausreichend ausgewiesene Stellflächen – das Knöllchen spart ihr euch leicht.

Der Rundweg: 4,4 Kilometer rund um den See
Der Uferrundweg des Ellertshäuser Sees ist mit seinen rund 4,4 Kilometern Länge eine entspannte Angelegenheit. Wer zügig geht, ist in knapp eineinhalb Stunden einmal herum; wer bummelt, Aussichten genießt und an den Naturerlebnisstationen haltmacht, sollte eher zwei Stunden einplanen. Der Weg ist gut beschildert und größtenteils befestigt, bietet aber auch naturbelassene Abschnitte, wo man dichter an Flora und Fauna herankommt.

Startpunkt und Wegführung
Als klassischer Startpunkt gilt der Parkplatz beim Restaurant Seeblick nördlich des Damms. Von dort führt der Weg zunächst entlang des Nordufers in Richtung Westen. Dieser erste Abschnitt ist der belebteste der gesamten Runde: Sandstrand, Liegewiesen und Badestege säumen das Ufer, Themenstationen des Naturerlebniswegs mit informativen Tafeln begleiten den Weg, und das Aussichtsdeck beim Kiosk bietet einen weiten Blick über das Wasser.
Weiter westlich wird es ruhiger und waldreicher. Abseits des touristischen Treibens öffnet sich die Natur: In den sogenannten Verlandungszonen am Seeufer ist einiges los – Libellen schwirren über dem Schilf, Kröten und Molche finden ihre Rückzugsräume, und wer ruhig genug ist, entdeckt Haubentaucher, Reiherenten und Blässhühner auf dem Wasser. Anschließend quert man den kleinen Damm zwischen dem Vorsee – einem ökologisch wertvollen Beruhigungsbecken – und dem eigentlichen Stausee.

Den krönenden Abschluss bildet die Überquerung des großen Erddamms am Südende des Sees. Dieser Abschnitt bietet eine der schönsten Aussichten der gesamten Runde: zur linken Seite das Tal der Schweinfurter Rhön mit sanften Hügelketten, zur rechten die gesamte Wasserfläche des Sees. Der Blick von der Dammkrone auf die Wassermasse und das Tal darunter ist beeindruckend – ein würdiger Schlussakkord, bevor man zum Ausgangspunkt beim Restaurant zurückkehrt.
Tipp für Naturbeobachter: Die frühen Morgen- und späten Abendstunden lohnen sich besonders für Vogelbeobachtungen. Im Schilf der Verlandungszonen ist das Artenspektrum erstaunlich reich – ruhige Schuhe und wenig Lärm sind hier die beste Ausrüstung.
Längere Wandertouren in der Umgebung
Wer mit einer Seerunde noch nicht ausgelastet ist, hat mehrere Möglichkeiten, den Ausflug zu verlängern. Eine beliebte Variante startet in Altenmünster: Die Strecke entspricht in der Form einer liegenden Acht und umrundet den See auf einer Gesamtlänge von 14,5 Kilometern mit nur rund 110 Höhenmetern – ideal für Familien und gemächliche Wanderer. Eine weitere Tour führt entlang der Wiesenbäche Mühlbach, Geißler und Sauerquellenbach und bietet zwischen dem See und dem malerischen Fachwerkdorf Altenmünster eine schöne Panoramaaussicht über die sanfthügelige Landschaft. In Altenmünster lohnt ein kurzer Blick auf die katholische Pfarrkirche aus dem 17. Jahrhundert.

Wer lieber auf dem Rad sitzt, findet ebenfalls einen ausgeschilderten Rundweg von etwa 19 Kilometern, der auf befestigten Wald- und Feldwegen sowie ruhigen Nebenstraßen verläuft und nur kleine Steigungen aufweist. Der für Familien geeignete Kurs hat wenig Konditions- und Technikvoraussetzungen; Startpunkt kann flexibel gewählt werden, da entlang der gesamten Strecke immer wieder Parkmöglichkeiten vorhanden sind.
Für besonders Ausdauerfreudige gibt es darüber hinaus eine Mountainbike- und Trekkingtour von Poppenhausen durch das Obere Werntal ins Schweinfurter Oberland zum Ellertshäuser See – mit interessanten Zwischenstationen wie dem Zeller Staudamm und spannenden Erläuterungen zum Jahrhunderthochwasser in der Region.

Freizeit und Aktivitäten am See
Der Ellertshäuser See ist weit mehr als ein Wanderziel. Das Freizeitangebot am Nordufer ist breit aufgestellt und deckt ganz unterschiedliche Interessen ab – von ruhiger Erholung bis hin zu aktivem Wassersport.
Baden
Das Nordufer bietet Sandstrand, Badestege und eine vorgelagerte Badeinsel im See. Die Wasserqualität des Ellertshäuser Sees ist hervorragend: Bei der zuletzt durchgeführten europäischen Einstufung erreichte die Badestelle die Bestnote „ausgezeichnet” – und das über mehrere Jahre in Folge, was für eine konstant gute Wasserqualität spricht.
Nach der umfangreichen Umgestaltung des Nordstrands stehen zudem neue Sanitäranlagen, ein modernisierter Kiosk und ein ansprechendes Aussichtsdeck zur Verfügung. Eine ausgedehnte Liegewiese lädt zum Sonnen und Entspannen ein; daran schließt sich eine ausgewiesene Ruhezone an, die Erholungssuchenden etwas Abstand vom Badebetrieb bietet. Die Badesaison läuft in der Regel von Mai bis Ende September.

Wassersport
Mit 33 Hektar Fläche bietet der See ausreichend Platz für Segler und Windsurfer. Die sogenannte Seglerbucht auf der Südwestseite des Sees ist bei Wassersportlern besonders beliebt. Wer kein eigenes Boot mitbringt, kann am See Tretboote ausleihen und die Wasserfläche auf eigene Faust erkunden. Der Bootsverleih ist von April bis Oktober täglich – außer montags – geöffnet.

Spielplatz und Familienspaß
Familien mit kleinen Kindern werden den Wasserabenteuerspielplatz zu schätzen wissen. Er lässt sich zwar auch trocken bespielen, zieht aber gerade an heißen Sommertagen die Kleinsten geradezu magisch an. Wasserpumpen, Rinnen und Spielgeräte sorgen für stundenlanges Vergnügen. Dazu gibt es ein Beachvolleyballfeld für ältere Kinder und Erwachsene sowie eine Seebühne, die als großzügiges Sonnendeck dient und einen weiten Blick über das Wasser bietet.

Angeln
Für Angler gibt es am Seeufer stille Plätze abseits des Badebetriebs. Die entsprechenden Genehmigungen und Regelungen – etwa welche Fischarten in welcher Menge entnommen werden dürfen – sollten vor dem Besuch beim zuständigen Fischereiverein erfragt werden. Das ruhige Südufer und die bewaldeten Abschnitte abseits des Nordufers sind für diesen Zweck besonders geeignet.

Gastronomie am See
Kulinarisch muss am Ellertshäuser See niemand darben. Das Restaurant „Two Seasons” – besser bekannt unter dem Namen Gaststätte „Zum Seeblick” – bietet rund 80 Sitzplätze im Inneren und großzügige 250 Sitzplätze im Außenbereich mit idyllischem Biergarten und direktem Blick auf das Wasser. Auf der Speisekarte findet sich fränkische Küche; wer an einem Freitagabend kommt, kann außerdem Pizza und Zwiebelplootz genießen (Freitag ab 17 Uhr). Sonntags ist die Gaststätte von 11 bis 14 Uhr und von 17 bis 21 Uhr geöffnet; Reservierungen sind telefonisch unter 09523/5252 möglich. Wochentags empfiehlt sich eine Voranmeldung unter derselben Nummer.
Für den kleinen Hunger zwischendurch betreibt das Nordufer einen Kiosk mit schöner Seeterrasse. Von April bis Oktober ist er ganztägig geöffnet und bietet Snacks, Eis und Getränke an. Wer einen langen Badetag plant und sich nicht extra ins Auto setzen möchte, ist hier bestens versorgt.
Wichtig zu wissen: Montags haben sowohl Kiosk als auch Restaurant und Bootsverleih Ruhetag. Wer an einem Montag an den Ellertshäuser See fährt, sollte Verpflegung und Getränke selbst mitbringen.
Öffnungszeiten auf einen Blick:
- Kiosk und Bootsverleih: April bis Oktober, täglich außer montags.
- Restaurant Two Seasons/Seeblick: Freitag 17–21 Uhr, Sonntag 11–14 und 17–21 Uhr, sowie nach Voranmeldung (Tel. 09523/5252).
- Montag: genereller Ruhetag am Ellertshäuser See.

Übernachten am Ellertshäuser See
Wer länger bleiben möchte, hat gleich mehrere Optionen – vom naturnahen Zeltplatz bis zum modernen Wohnmobilstellplatz.
Campingplatz Zulls Camp
Unmittelbar unterhalb des Staudamms liegt der naturbelassene Campingplatz „Zulls Camp Ellertshäuser See” – mitten im Wald, nur fünf Minuten zu Fuß von der Badewiese entfernt. Der Platz richtet sich ausdrücklich an Familien, Hundehalter, Kreative, Gruppen, Biker und Musikbegeisterte und hat eine entspannte, offene Atmosphäre. Ein Brötchenservice ist montags bis samstags verfügbar. Der Campingplatz ist auf einer Fläche von rund 15.000 Quadratmetern ganzjährig geöffnet; in der Hauptsaison (April bis Oktober) gelten Empfangszeiten von 9:30 bis 13:00 Uhr und von 15:00 bis 18:00 Uhr, mit einer Mittagspause dazwischen.
Ferienwohnungen in der Region
Wer lieber in einem festen Bett schläft, findet sowohl am Ellertshäuser See selbst als auch in den umliegenden Ortschaften verschiedene Ferienwohnungen und Gästezimmer. Der Markt Stadtlauringen (↗ jetzt Verfügbarkeit prüfen*) sowie die nahegelegenen Gemeinden im Haßbergeland haben ein überschaubares, aber solides Angebot für Kurzurlauber.

Hunde am Ellertshäuser See
Hundebesitzer müssen etwas planen: Während der offiziellen Badesaison vom 1. Mai bis zum 30. September sind Hunde in dem Badebereich des Ellertshäuser Sees nicht erlaubt. Diese Regelung schützt sowohl die Badegäste als auch die Natur am Ufer.
In der Nebensaison – also von Oktober bis April – dürfen Hunde mitgebracht werden, müssen auf dem Uferrundweg jedoch stets an der Leine geführt werden. Wer mit dem Campingplatz liebäugelt: Das Zulls Camp ist explizit hundefreundlich, was es zu einer guten Basis für Hundehalter macht, die das Gebiet in der ruhigeren Jahreszeit erkunden möchten.

Geführte Touren und besondere Erlebnisse
Für alle, die tiefer in die Geschichte des Sees eintauchen möchten, bietet die Region geführte Touren an, die weit über einen gewöhnlichen Spaziergang hinausgehen.
Führung „SEEhenswerter Ellertshäuser See”
Diese 360-Grad-Führung rund um den See erklärt die Entstehungs- und Baugeschichte, beleuchtet die Legende des versunkenen Dorfes Ellertshausen und gibt Einblick in die Technik eines Stausees. Das besondere Highlight: ein Besuch im Grundablass, der in rund 14 Metern Tiefe liegt. Hier lässt sich hautnah erleben, wie ein Stausee wirklich funktioniert – ein Erlebnis, das man sonst selten bekommt.
Unterwegs werden auch die teils verblüffenden Bedeutungen der historischen Flurnamen rund um den See erklärt: „Schweikoff”, „Brühl”, „Landwehr”, „Ammenspitze” oder „Bullenwiese” klingen nicht zufällig, sie erzählen von jahrhundertelanger Nutzungsgeschichte.
Treffpunkt ist der Parkplatz der Gaststätte Seeblick; Anmeldung und Details über das Tourismusbüro Oberes Werntal (Tel. 09721/86507). Die Tour dauert zwei bis drei Stunden und kann auch per Rad gebucht werden – ideal für Gruppen, die Bewegung, Geschichte und Naturkunde miteinander verbinden wollen.

Kinderführung „Der Schatz vom Ellertshäuser See”
Für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gibt es eine eigene Führung, die Naturbeobachtung mit der Geschichte des Sees auf spielerische Weise verbindet. Die Kinder erfahren, welche Tiere rund um den See leben, wie der Stausee technisch funktioniert und was es mit der Legende des versunkenen Ortes auf sich hat.
Am Ende der Tour führt ein Quiz die jungen Entdecker auf die Spur des versprochenen Schatzes – ein Format, das Kinder begeistert, ohne belehrend zu wirken. Diese Führung ist auch für Schulklassen und Kindergruppen buchbar und eignet sich hervorragend als Abschluss eines Ausflugtags.

Natur und Landschaft: Die Schweinfurter Rhön
Der Ellertshäuser See liegt an der Nordostecke der Schweinfurter Rhön, genauer gesagt im Naturraum Hesselbacher Waldland, wenige Kilometer westlich der Haßberge und rund 12 Kilometer südlich des Grabfeldgaus. Er ist vollständig von Wald umgeben, was ihm eine deutlich ruhigere und naturnahme Atmosphäre verleiht als vielen städtisch erschlossenen Freizeitseen. Diese Waldkulisse ist gleichzeitig ein wichtiger Lebensraum: Fichten, Buchen und Kiefern wechseln einander ab, und in der Strauchschicht findet sich eine artenreiche Begleitflora.
Der dem eigentlichen See vorgelagerte Vorsee – ein Beruhigungsbecken, das überschüssiges Wasser aufnimmt – ist ökologisch besonders wertvoll. Hier haben sich Flachwasserzonen entwickelt, in denen eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten Lebensraum findet. In diesen Bereichen beobachtet man bei ruhigem Wetter Haubentaucher bei ihrer Taucharbeit, Blässhühner beim Uferpicknicken und im Sommer zahllose Libellenarten – von der Großen Königslibelle bis zur zarten Hufeisen-Azurjungfer.
Die sanfthügelige Landschaft der Schweinfurter Rhön ist auf dem Rundweg immer wieder präsent. Wer von der Dammkrone schaut, sieht in klarer Herbstluft weit über das Hügelland; im Sommer glitzert das Wasser des Sees zwischen den Baumkronen. Im Frühjahr treibt das Grün der Buchenwälder besonders lebhaft aus, und der Gesang der Waldvögel begleitet den Rundweg.

Ausflüge in die nähere Umgebung
Wer den Ellertshäuser See als Basis für einen ausgedehnteren Urlaub nutzt, hat in der näheren Umgebung einiges zu entdecken.
Die Haßberge, das bewaldete Mittelgebirge östlich des Sees, laden zu Wanderungen und Radtouren ein. Das Friedrich-Rückert-Dorf Oberlauringen – benannt nach dem bedeutenden Schweinfurter Dichter Friedrich Rückert – liegt auf dem Weg zwischen See und Umland und lässt sich gut in eine Tagestour einbinden. In Aidhausen finden regelmäßig Konzerte in der evangelischen Kirche statt; das Programm umfasst Gospel, Jazz, Pop, Musical- und Weltmusik.

Für Badehungrige, die mehr Abwechslung suchen, bietet die Region weitere Seen: Der Sennfelder See liegt rund 15 Kilometer entfernt, der Badesee Goßmannsdorf etwa 14 Kilometer und der Badesee Sulzfeld circa 11 Kilometer. Wer einen größeren Ausflug plant, findet im rund 115 Kilometer entfernten Altmühlsee ein weitläufiges Freizeitgebiet mit umfangreichem Angebot.
Die nächste größere Stadt ist Schweinfurt, rund 15 Kilometer südlich. Dort gibt es Museen, Einkaufsmöglichkeiten und ein breites gastronomisches Angebot – gut geeignet für einen halben Tag als Ergänzung zum Seeurlaub.

Fazit: Lohnt sich der Besuch?
Der Ellertshäuser See ist kein glamouröser Megabadepark, sondern ein ehrlicher, naturnaher Freizeitsee mit echtem Charakter. Die Kombination aus hervorragender Wasserqualität, einem angenehm zu laufenden Rundweg, einem soliden Freizeitangebot und einer ruhigen Waldlandschaft macht ihn zu einem der schönsten Ausflugsziele Unterfrankens.

Familien finden hier einen vollständigen Tagesausflug, der ohne große Vorbereitung funktioniert: Rasentrand, Spielplatz, Gastronomie und Sicherheit durch Badestege sind vorhanden.
Wanderer und Naturliebhaber werden belohnt, wenn sie sich vom belebten Nordufer weg und in die ruhigeren Abschnitte des Rundwegs begeben. Und wer einmal Urlaub am See ausprobieren möchte, ohne weit fahren zu müssen, findet auf dem Campingplatz eine unkomplizierte, naturnahe Option.

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