TechTicker: Outdoor-Messe Kurzeindruck, Wharfedale Heritage Center, Satechi 140-W GaN-Charger, NAD CD-Player | News



In dieser Ausgabe des TechTicker wagen wir einen Blick über den Tellerrand und teilen Eindrücke von der Outdoor-Messe 2026 in Neumünster. Außerdem: Ein neues cleveres Ladegerät von Satechi, sowie neue Lautsprecher von Wharfedale und ein ein CD-Player von NAD.
ABSTECHER: KURZEINDRUCK VON DER OUTDOOR MESSE NEUMÜNSTER
Abwechslung ist das halbe Leben. Man muss auch mal raus aus seiner Bubble und andere Aspekte des Lebens und der Welt erkunden. Und so dachte ich mir, ich fahre mal ins von mir nicht weit entfernte Neumünster (Schleswig-Holstein) und besuche die “Outdoor2026”, eine Messe vornehmlich für “Jagd & Natur”, wie es heißt. Nun bin ich zwar kein Jäger, aber nach Draußen gehe ich schon ab und zu. Und als Outdoor-Messe könnte es dort auch interessante Neuheiten für “Geeks like me” geben.
Die Outdoor-Messe fand in den Holstenhallen in Neumünster statt.Teilweise traf das auch zu. Zwar hatte ich mir unter “Outdoor” auch Freizeitaktivitäten wie Radfahren vorgestellt, aber davon war nichts zu sehen. Vermutlich ist das Thema Radfahren aber auch zu groß und braucht eine eigenständige Messe. Gelohnt hat sich der kurze Besuch trotz des Eintrittsgeldes (12 Euro pro Person an der Tageskasse plus 5 Euro parken), denn wie erhofft gab es auch Überschneidungen mit meinen Interessenbereichen. Weniger solche Dinge wie Camping oder Angeln, doch manches deckte sich auch mit meinen vielen kleinen Nebeninteressen.
Hi-Tech-Angeln mit Kayak.Zuerst: Eingefleischte Pazifisten sollten nicht auf eine Messe mit Schwerpunkt Jagd gehen. Teilweise sah es aus, wie auf der Jahresveranstaltung der US-Waffenlobby NRA. Waffen über Waffen. Handfeuerwaffen, Langwaffen, Messer oder auch Jagdbögen. Viele der Waffen sahen für mich auch keineswegs wie für die Jagd gemacht aus, sondern eher wie Kriegswaffen. Den Eindruck der “Unterbewaffnung” unserer Nation hatte ich hier jedenfalls nicht. Das soll aber keine Kritik sein. Ich bin weder ein Jagdgegner, noch ein Ultra-Pazifist. Aber es ist für Außenstehende wie mich schon eine andere Welt. Aber es gab ja auch reichlich unverfängliche Dinge, wie etwa Zubehör für für den Hundefreund (nicht nur für Jagd-Wauwis) und Hunde-Schönheitswettbewerbe.
Das tragen stilbewusste Jägersleut in dieser Saison. Die vielen Waffen zeige ich bewusst nicht, um keine unnötigen Diskussionen zu provozieren. Aber das gehört zur Jagd natürlich dazu.Abseits von Waffen, Angelzubehör und viel funktionaler und durchaus schicker Outdoor-Kleidung gab es aber auch Dinge für den Technik-Nerd zu entdecken. Wie etwa Optik-Produkte. Insbesondere die Jagd ist ja eng mit optischen Beobachtungs- und Zielinstrumenten verbunden, weshalb auch Unternehmen wie Zeiss, Swarovski und diverse mir unbekannte andere Marken mit optischem Gerät präsent waren.
Auch kleine Uhrenmanufakturen wie Greiner waren auf der Messe. Hier mit den neuen Modellen der Titan-Serie mit Trigalight-Indizes.Das war auch die Gelegenheit für mich, mal einen Blick durch das neue Swarovski AT/ST Balance (siehe hier) Spektiv zu werfen und dessen Bildstabilisator auszuprobieren. Tatsächlich ist die Wirkung äußerst beeindruckend. Egal ob bei 18-facher oder 45-facher Vergrößerung: ohne Stabi ist es schwer, Motive einzufangen und zu verfolgen. Mit aktiviertem Stabilisator ändert sich das schlagartig. Das Versprechen, diese Vergrößerung auch ohne Stativ nutzen zu können, wird definitiv erfüllt. Und es macht Lust auf einen näheren Blick.
Das Swarovski ST Balance mit Bildstabilisator. Die Stabi-Wirkung ist hervoragend!Nebenbei hatte Swarovski natürlich auch zahlreiche andere Produkte seines umfangreichen Portfolios im Gepäck. Vom herrlich solide und schön verarbeiteten Kompaktfernglas CL Companion, bis hin zu großen Spektiven mit binokularem Sucher.
Deutlich größer und ohne Stabi. Ohne Stativ geht da nichts.Auch sonst gab es hier und dort spannende Gadgets bis hin zu professionellen Tools mit viel High-Tech. Von der akkubetriebenen Gartenschere über elektrische Außenbordmotoren, die einfach wie ein Paddel ins Wasser gehalten werden, bis hin zur Agrar-Drohne. Sehr spannend!
Eine Agrar-Drohne mit max. 25 kg Traglast zum effizienten Düngen, Säen etc. ohne Bodenverdichtung. Dies ist übrigens die kleinste Drohne aus der Serie des Herstellers aus China. Es gab auch viele andere Drohnen von klein bis groß zu entdecken, denn deren legale und sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten werden immer zahlreicher. Die sind längst nicht mehr nur für schicke Luftaufnahmen zu gebrauchen.Am Ende ging ich auch nicht mit leeren Händen, denn ich fand noch ein herrliches handgemachtes (und bezahlbares) Allzweck-Küchenmesser in Form japanischer Bunka-Messer mit Carbonstahl und sehr scharfer 15° Schleifwinkel-Schneide von Falki Knives aus der Region. Und einen wirklich effizienten Messerschärfer, den HORL 3 Rollschleifer dazu. Das flutscht!
Handgefertigte Messer von Falki Knives. Hier das Modell “Kornweihe”. Die Griffschalen sind austauschbar und in vielen Holzarten erhältlich. Dies ist Olivenholz. Die Messer sind handwerklich sehr gut, wenn auch nicht auf dem Niveau von Luxusmessern à la Nesmuk. Dafür aber auch erheblich günstiger.
Messer schleifen leichtgemacht mit dem HORL 3. Der Holklotz fixiert die Klinge magnetisch im Winkel von 15 oder 20°, der Rollenschleifer mit unterschiedlichen Schleifaufsätzen wird dann einfach im perfekten Winkel an der Klinge entlang gerollt. Klappt super!Was ich auf der Messe vermisst habe, sind Gadgets aus unserem Ressort. So hätte ich zum Beispiel Bluetooth-Lautsprecher oder Kopfhörer-Anbieter erwartet, da das doch sicher die Camper, Garten- und Grillfreunde interessieren dürfte. Aber so weit gingen die Überschneidungen auf dieser Messe dann leider doch nicht.
Wieder zurück daheim, am Montag Morgen am Mac frage ich mich gerade, was diese Woche wohl so an Apple- und anderen Technikthemen ansteht. Bis jetzt leider noch nichts! Was ist denn hier los?
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WAHRFEDALE STELLT CENTERLAUTSPRECHER DER HERITAGE-SERIE VOR.
Es passt auf den ersten Blick irgendwie nicht zusammen, ist aber absolut sinnvoll und logisch: Klassisches Design und Multikanal.
Der britische Lautsprecherhersteller Wharfedale bietet in seiner Heritage-Serie Lautsprecher an, die sich vornehmlich am Design der Lautsprecher aus den 60er- bis 80er-Jahren orientieren. Also “Retro Design”. Zu der Zeit gab es noch gar keine Surround- oder Multikanal-Installationen für Heimkino. Das kam erst später in den Neunzigern auf und folgte einem ganz anderen, viel nüchternen Design-Trend. Aber da nun mal viele Nutzer das traditionelle Design mit viel Holz auch heute noch bevorzugen, weil es eben keinen kurzlebigen Trends folgt, sondern “zeitlos” ist, und weil es auch unter diesen Nutzern solche gibt, die gerne ein Heimkino oder zumindest ein Multikanal-Setup in ihrem Wohnzimmer nutzen wollen, ist es nur logisch, dass diese Gruppe gerne Center- und Surroundlautsprecher im passenden Design zu ihren Hauptlautsprechern (und zur Einrichtung) hätte. Wharfedale kommt dem nun mit einem entsprechenden Center-Modell nach.

Der Heritage Centre ist als Drei-Wege-Lautsprecher aufgebaut und arbeitet mit einer eigenen Mitteltonsektion, flankiert von zwei Tieftönern und einer Hochtonkalotte. Diese Anordnung ist gezielt darauf ausgelegt, Stimmen klar und präsent wiederzugeben und gleichzeitig den tonalen Anschluss an die übrigen Heritage-Modelle zu wahren. Gerade der Centre-Kanal ist entscheidend um Dialoge nicht isoliert wirken zu lassen, sondern natürlich in das Gesamtbild der Frontkanäle einzubetten.
Beim Gehäuse folgt der Heritage Centre entsprechend konsequent der Philosophie der Serie. Die Konstruktion kombiniert unterschiedliche Holzwerkstoffe, gezielte innere Versteifungen und abgestimmte Dämpfungsmaterialien, um Resonanzen wirksam zu kontrollieren. Hinzu kommt ein rückwärtiges Bassreflexsystem. So entsteht ein Lautsprecher, der der Frontbühne Gewicht und Stabilität verleiht, ohne unnötig aufzudicken oder sich in den Vordergrund zu spielen.

Optisch bleibt der Lautsprecher damit klar Teil der Familie. Erhältlich ist der Heritage Centre in Walnut, Mahogany und Black Oak, jeweils mit klassischer schwarzer Schallwand und passender Stoffbespannung.
Der Heritage Centre ist ab Mai 2026 im autorisierten Fachhandel erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 799,- Euro.
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SATECHI 140W DESKTOP LADEGERÄT MIT VIER USB-C-ANSCHLÜSSEN UND LEISTUNGSANZEIGE
Ladegeräte für unsere unverzichtbar gewordenen Allzeitbegleiter werden auch immer ausgefuchster. Wie auch wunderbar der neueste GaN-Charger von Satechi beweist. Der ChargeView 140W Desktop Charger bündelt die Stromversorgung von Notebook, Tablet, Smartphone und Zubehör in einer Einheit und ist für feste Einsatzorte wie Schreibtisch oder Nachttisch konzipiert.

Ausgestattet ist das Gerät mit vier USB-C-Anschlüssen und – wie die Produktbezeichnung schon verrät – einer Gesamtleistung von bis zu 140 Watt. Ein integriertes Display informiert dabei über die aktuelle und intelligent verteilteLeistungsabgabe pro Anschluss.

Die wichtighsten Fakten im Überblick:
- Desktop-Ladegerät zur zentralen Stromversorgung von bis zu vier Geräten an einem Einsatzort
- Geeignet für Schreibtisch-Setups, Sideboards oder Nachttische mit mehreren gleichzeitig genutzten Geräten
- Kompakte Bauform mit reduzierter Gestaltung für eine unauffällige Integration in Arbeits- und Wohnumgebungen
- Vier USB-C-Anschlüsse zur Versorgung von Notebook, Tablet, Smartphone und Zubehör
- USB-C1 mit bis zu 140 Watt (PD 3.2 AVS) für leistungsintensive Geräte
- USB-C2 mit bis zu 140 Watt (PD 3.1 PPS) für Notebooks und vergleichbare Geräteklassen
- USB-C3 und USB-C4 mit jeweils bis zu 40 Watt (PD 3.1 PPS) für mobile Geräte und Zubehör
- Maximale Gesamtleistung von 140 Watt
- Automatische Leistungsverteilung je nach Anzahl und Kombination der angeschlossenen Geräte
- Integriertes Display zur Anzeige der Leistungsabgabe pro Anschluss in Echtzeit
- Unterstützt paralleles Laden von leistungsintensiven und mobilen Geräten
- Kompatibel mit USB-C-fähigen Geräten, darunter Apple MacBook, iPad, iPhone sowie Windows- und Android-Geräte
- Horizontale oder vertikale Positionierung für flexible Platzierung im Setup
Entscheiden dabei ist natürlich die Leistungsverteilung. Nicht jeder der vier Ports kann 140 W liefern. Bei Anschluss mehrerer Geräte muss die zur Verfügung stehende Leistung entsprechend verteilt werden. Die ersten beiden USB-C-Anschlüsse (C1 und C2) können jeweils bis zu 140 W zur Verfügung stellen, wenn nur ein Gerät angeschlossen ist. Für Geräte mit geringerem Energiebedarf stehen USB-C3 und USB-C4 zur Verfügung, die jeweils bis zu 40 Watt nach PD 3.1 PPS liefern. Abhängig von der angeschlossenen Gerätekombination entstehen unterschiedliche Leistungsprofile, etwa 70 Watt und 70 Watt bei zwei leistungsintensiven Geräten oder 100 Watt und 40 Watt bei gemischter Nutzung. Bei drei angeschlossenen Geräten erfolgt die Verteilung beispielsweise mit 65 Watt, 45 Watt und 30 Watt.

Der Satechi ChargeView 140W Desktop Charger wird in Kürze auf Amazon.de verfügbar sein.
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NAD KÜNDIGT NEUEN “PRÄZISIONS”-CD-PLAYER C 589 AN
Die CD ist tot. Toter jedenfalls als die LP, wenn man sich mal die Zahlen der neuvorgestellten Laufwerke für Vinyl und Silberscheibe ansieht. Demnach ist Vinyl quicklebendig, aber von der CD ist kaum noch die Rede. Auch ein wenig zu unrecht, wie manche finden, denn die CD, oder besser die Wiedergabegeräte für dieses Medium, sind inzwischen auf einem sehr hohen Niveau und die Silberscheibe hat klanglich gesehen einen riesengroßen Vorteil gegenüber Streaming.

Dass die CD (nach Red Book Standard) auf 16 Bit Auflösung und 44,1 kHz Samplingrate begrenzt ist, stellt keinen wesentlichen Nachteil dar. Höhere Auflösungen, wie beim Streaming inzwischen problemlos möglich, haben ihre Berechtigung, aber die Musik quer durch die Welt aus dem Internet zu saugen und über das eigene Heimnetzwerk zum Endgerät zu übertragen hat eben auch Nachteile in Bezug auf die Signalreinheit und dem, was der DAC daraus macht. (Mit den Nullen und Einsen hat das nichts zu tun!) Die CD umgeht demgegenüber all die Stolperfallen des Streamings. Die Musik wird einmal auf der Silberscheibe verewigt und dann wie in Karbonit eingefroren unverändert, wie in Stasis, bis zu Jabba … ähh dem Kunden transportiert. Dort braucht nur noch der CD-Player die Daten auszulesen und diese auf kürzestem Wege in einen DAC jagen.
NAD hat nun mit dem C 589 einen neu entwickelten CD-Player vorgestellt, der anspruchsvolle Klangfans ebenso glücklich machen soll, wie diejenigen, die einfach noch eine große CD-Sammlung haben und diese nicht nur gerippt von der Festplatte hören wollen. (Sofern sie überhaupt schon gerippt sind.)
Das Herzstück des C 589 bildet die sogenannte QRONO d2a-Technologie von MQA Labs. Ja genau, MQA. Das eigentlich ausgestorbene Format, das zuletzt nur von Tidal im großen Stil genutzt wurde, sich aber selbst überlebt hat. QRONO d2a ist ein neue Filter-Technologie der MQA-Macher, die anstelle der üblichen Digitalfilter zum Einsatz kommt. Die Technologie hat nicht viel mit dem ehemaligen MQA-Protokoll zu tun. Sie soll das digitale Timing verbessern und die Rekonstruktionsgenauigkeit signifikant erhöhen. Durch die optimierte Wandlung von digitalen in analoge Signale erreicht der Player eine gesteigerte räumliche Detailtiefe und eine präzisere Transientenwiedergabe – so das Herstellerversprechen.

Der C 589 setzt auf ein laufruhiges “Präzisions-Laufwerk” (womit wohl dessen Mechanik gemeint ist), das eine zuverlässige Wiedergabe auch von älteren oder häufig genutzten CDs ermöglichen soll. Für die Integration in bestehende Hi-Fi-Systeme hat das Gerät eine umfangreiche Auswahl an Schnittstellen:
- Analoge Ausgänge: Symmetrisches XLR und Cinch (RCA).
- Digitale Ausgänge: AES/EBU, koaxial und optisch (Nutzung als reines CD-Transportgerät möglich).
- Benutzerfreundlichkeit: Großes Frontdisplay mit CD-Text-Unterstützung sowie eine mitgelieferte Fernbedienung

Analoge Ausgänge bedeutet, dass der C 598 einen DAC verbaut hat. Dabei handelt es sich um einen ESS ES9039PRO DAC, kombiniert mit besagter QRONO d2a-Technologie. Wer will kann dank der Digitalausgänge aber auch einen bereits vorhandenen DAC nutzen.
Der NAD C 589 wird über den autorisierten Fachhandel voraussichtlich ab Juli 2026 erhältlich sein und 1.599 Euro (UVP) kosten.



